Neujahr in Kuba und was ein Koffer damit zu tun hat...

Das erste Mal in meinem Leben habe ich nun Weihnachten und Neujahr in Deutschland gefeiert. Dass das nicht ganz so sein wird, wie bei mir daheim, wusste ich schon. Dennoch wollte ich auf eine bestimmte Tradition nicht verzichten.

 

Auf Kuba haben christliche Feiertage eigentlich keinen großen Stellenwert.  Hier in Deutschland gibt es zu dieser Zeit viele feste Bräuche, wie den Weihnachtsbaum schmücken, das familiäre Weihnachtsessen, Glühwein, Lebkuchen und natürlich die märchenhaften Weihnachtsmärkte.  Bei uns ist das eher ein mittleres Familienfest, an dem wir gemeinsam essen und trinken. Auf den Straßen gibt es dazu meist Musik und Tanz, aber das ist meist Alltag in Kuba. Immer häufiger gibt es auch Weihnachtsbäume zu kaufen, jedoch sind diese aus Plastik und meistens schon vorgeschmückt. Nicht wirklich festlich, wenn man mich fragt.

 

Die große Party steigt bei uns eher am 31. Dezember und an Neujahr. Da feiern wir nicht nur das neue Jahr, sondern auch den Tag des Triumphes der Revolution und unseren Nationalfeiertag. Meistens wird das neue Jahr mit einem großen Hausputz begrüßt, unnötige Dinge werden entsorgt und neue Kleider gekauft, um frei ins neue Jahr zu starten. "New year, new me" ist das Motto. Traditionell gibt es Schwein, schon am frühen Morgen beginnen wir alle gemeinsam mit den Vorbereitungen. Rum darf dabei natürlich nicht fehlen. Dann wird die ganze Nacht über gegessen, getrunken und getanzt, um das neue Jahr zu begrüßen. Also fast so wie in Deutschland. Cornelie hat mich dieses Jahr bei einer unserer vielen Traditionen begleitet: Zusammen sind wir mit Koffern und Reisepässen an Neujahr durch den Wittelsbacher Park spaziert. Wir auf Kuba glauben, dass das viele schöne Reisen im nächsten Jahr bescheren soll.

Ausprobieren kann man es ja!

Hasta pronto y feliz año nuevo!