Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst schult ehrenamtliche Hospizbegleiter

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Geben ist schöner als nehmen

Ohne sie wären die Hilfsprojekte des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes kaum realisierbar: Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen besuchen regelmäßig betroffene Familien und unterstützen sie auf vielfältige Art und Weise in der Bewältigung ihres Alltags. Mit Geduld, Zeit, Feingefühl und einem stets offenen Ohr sind sie sowohl für die erkrankten Kinder als auch für Geschwister und Eltern da, die sich in ihrer Situation meist überfordert fühlen. Für die Ehrenamtlichen Angelika Wagner und Helmut Seiler ist dies eine ganz persönliche Herzensangelegenheit: Wertvolle Stunden jenen zu schenken, denen sie viel zu früh genommen werden.


Angelika Wagner besucht die Familie einmal wöchentlich. Etwa drei bis vier Stunden nimmt sie sich jedes Mal Zeit für die sechsjährige Tamara und ihre Geschwister. An manchen Tagen unternehmen sie etwas, im Fokus stehen dabei Freude sowie die Förderung durch gemeinsames Spiel. Bei Bedarf ist sie aber auch für die Sorgen und Fragen der Familie zur Stelle.
Die 54-jährige gelernte Krankenschwester stellt sich auf die Bedürfnisse der Familie ein, entlastet wo es nur geht und steht bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite: „Die Familie benötigt vor allem Mitgefühl anstatt Mitleid. Wenn man sich in liebevoller Weise auf die Situation einlässt, wird man selbst reich beschenkt, mit einem Lachen oder einer herzlichen Umarmung.“ Damit wird letztlich jeder verbleibende gemeinsame Tag zum Geschenk.

Mitgefühl verbindet und macht stark

Beeindruckt vom Engagement ihres Vaters begann sich Angelika Wagner bereits mit 13 Jahren für soziale Projekte zu engagieren. Seit zwei Jahren ist sie für verschiedene Projekte des Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser tätig. Die Betreuung der Familien wird von einem Helfer-Team um Sylvia-Maria Braunwarth koordiniert. Regelmäßige Gruppenabende, gemeinsame Wochenenden zum Austausch untereinander und eine große Portion Teamgeist zeichnen die Zusammenarbeit bei den Maltesern aus.“ Bei  uns sorgt sich niemand allein – denn Mitgefühl verbindet und macht uns stark“, erklärt Sylvia-Maria Braunwarth.

Ich bin froh, mich sinnvoll einzubringen

Auch der 71-jährige Helmut Seiler ist ehrenamtlich für den Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser tätig. Der gelernte Installateur betreut den 15-jährigen Leonardo, dessen Schwester erkrankt ist. Um die Familie zu entlasten, unternimmt er viel mit ihm, nimmt Termine wahr und hat ein offenes Ohr für  die Sorgen und Probleme des Jungen, die ohne ihn wegen der schwierigen Situation im Familienalltag häufig hinten angestellt werden müssten.

Helmut Seiler ist seit fünf Jahren bei den Maltesern. Der dreifache Familienvater hat selbst einen Sohn durch Krankheit verloren. Er weiß aus schmerzlicher Erfahrung um die Nöte der betroffenen Familien: „Das Wichtigste ist, dass jemand da ist, der sich sinnvoll einbringt, zupackt wo nötig  und seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt. Wenn ich helfe, erwarte ich dafür kein Lob. Ich bin einfach froh, mich sinnvoll einzubringen“, sagt Helmut Seiler.

Nächste Hospizbegleiter-Schulung im März 2017

Nur durch Menschen wie Angelika Wagner und Helmut Seiler ist es möglich, die für die betroffenen Familien kostenfreien Dienste wie den Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser anbieten zu können. Dadurch bekommen sie dringend nötige emotionale Unterstützung und werden  im Alltag entlastet  - die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind auf Wunsch vom Zeitpunkt der Diagnose bis zur Trauerbegleitung an ihrer Seite.

Um den Dienst auch künftig anbieten zu können, suchen die Malteser Menschen, die sich zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter eignen. Der nächste Schulungstermin zum Hospizbegleiter ist im März 2017. Interessierte können sich bei Koordinatorin Sylvia-Maria Braunwarth anmelden und informieren. „Wir freuen uns über jeden, der sich für unsere Arbeit interessiert und unseren Dienst künftig unterstützen möchte. Gleichzeitig ist es immer toll zu sehen, wie das Team wächst und an Erfahrung gewinnt“, so Braunwarth.

Hilfe für betroffene Familien

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser unterstützt Familien mit einem lebensbegrenzt erkrankten Kind. Familien aus den Regionen Günzburg, Neu-Ulm, Dillingen und Donau-Ries können sich jederzeit bei Sylvia-Maria Braunwarth melden unter Tel. 08221-2070792 oder per E-Mail an: sylvia-maria.braunwarth@malteser.org.

Den Imagefilm des Kinder- und Jugendhospizdienstes vom Dillinger Medienunternehmen creativeJAM finden Interessierte unter: www.vimeo.com/135567497

Spendenkonto: Pax Bank, IBAN: DE 5537 0601 2012 0120 2015, BIC : GENODED1PA7, Stichwort: Kinder- und Jugendhospizdienst

Die Malteser
Christlich und engagiert: Die Malteser setzen sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 72.000 Engagierte in Ehren- und Hauptamt • an 700 Orten • 1 Mio. Förderer und Mitglieder in Deutschland. Spendenkonto Malteser Hilfsdienst e.V.: IBAN: DE 5537 0601 2012 0120 2015 BIC: GENODED1PA7

Malteser Augsburg:
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