PCI liefert Baustoffe und Know-how für Umbau des Saarbrücker Schwimmbades zum Mehrgenerationenhaus

Wohnen im Alten Stadtbad

Augsburg, 4. Oktober 2016.
Es war ein Geschenk an die Bürger und über Generationen das meist besuchte unter den Saarbrücker Bädern: das Alte Stadtbad. 1906 eröffnet, begründete es ein Stück Saarbrücker Identität und schrieb die Sportgeschichte des Saarlandes mit. Fast 100 Jahre hatte es dem Zeitgeist standgehalten, bis 2001 die Stilllegung erfolgte. Was mit dem leer stehenden Gebäude auf rund 6.800 Quadratmetern geschehen sollte, wurde für die nächsten Jahre zum Gegenstand zahlreicher Vorschläge. Zuschlag bekam schließlich das Mehrgenerationen-Konzept der Firma Fertigbau Laux GmbH. Für das Gewerk Fliesenverlegearbeiten holte sich das Losheimer Unternehmen den Baustoff-Spezialisten PCI Augsburg GmbH mit ins Boot.


„Es geht allein um die Volkgesundheit. Sie ist eine Verpflichtung der Stadt ihren Bürgern gegenüber.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dr. Neff 1906 das damalige Kaiser-Friedrich-Bad. Das Freizeit-, Erholungs- und Sportangebot war für alle erschwinglich und nicht darauf ausgelegt, rentabel zu sein. Es war ein Geschenk an die Bürger der Stadt und ihrer Umgebung, das bis zur Jahrtausendwende rege angenommen wurde. Zur Einrichtung zählten anfangs ein Badehaus mit Reinigungsbädern und einer Heilbäderabteilung sowie ein Warte- und Lesezimmer. Hinzu kam das sogenannte große Schwimmbad, eine Zuschauergalerie sowie Bereiche für Turngeräte und Gymnastik.

Vom Neuanfang bis zur Stilllegung
Nach Kriegsende galt es, den Bereich der Wannen- und Brausebäder rasch als Hygieneeinrichtung für die Bevölkerung in Betrieb zu nehmen. Das gesamte Bad, inzwischen Stadtbad genannt, erstrahlte nach seiner Zerstörung im Krieg erst 1953 wieder in neuem Glanz - architektonisch und künstlerisch aufgewertet sowie erweitert um eine irisch-römische Abteilung mit Sauna sowie ein Moor- und Kneippbad. Das Außergewöhnliche in der kleinen Halle: Die berühmten Mosaiken von Fritz Zolnhofer auf einer 144 Quadratmeter großen Wandfläche und sechs Säulen. Aus unzähligen unglasierten Keramikteilen entstand in Zusammenarbeit mit Villeroy & Boch eine farbenfrohe Unterwasser-Szenerie. Mit zahlreichen Umbauten, Erweiterungen und attraktiven Angeboten für die Besucher konnte das Bad dem Zeitgeist lange Zeit folgen – bis 2001 schließlich die Stilllegung erfolgte. Ein nahe gelegenes Erlebnisbad hatte dem Stadtbad buchstäblich das Wasser abgegraben.

Langes Ringen um die Zukunft des Alten Stadtbades
Vom vollständigen Abriss über die Belegung mit Büroräumen und die Nutzung als Kulturstätte bis hin zum jetzigen Mehrgenerationen-Konzept wurde für das leer stehende Gebäude vieles angedacht und ausgearbeitet. Erst im Juni 2009 fiel die Entscheidung, 2010 wurde sie besiegelt: Mit einem Mehrgenerationen-Wohnkomplex sah der Stadtrat die Rahmenbedingungen ideal erfüllt, denn eine eigenwirtschaftliche Lösung sollte einhergehen mit der Aufwertung des Wohnviertels. Zudem mussten die Vorgaben von Seiten des Denkmalschutzes umgesetzt werden: Teile des Stadtbades, unter anderem die Zolnhofer Mosaike und das Kesselhaus, standen bereits seit 2004 unter Denkmalschutz, auch die Außenfassade sollte erhalten bleiben. Die Fertigbau Laux GmbH mit Sitz in Losheim erwarb das 6.800 Quadratmeter große Grundstück samt bauhistorischem Bestand und begann im Januar 2013 mit der Sanierung in fünf Bauabschnitten. Der Investor hatte in Zusammenarbeit und mit Unterstützung zahlreicher Organisationen, Unternehmen und dem Verein „Leben im Mühlenviertel“ ein städtebaulich herausragendes Konzept entwickelt.

Komplexe Sanierung
Die kleine wie auch die große Schwimmhalle wurden komplett entkernt und nach modernsten Erkenntnissen und mit dem Einbau neuester Haustechnik saniert. Der erste Bauabschnitt umfasste den Bau einer Kindertagesstätte, die schon Ende 2013 bezugsfertig war und seither in der ehemaligen kleinen Halle rund 75 Kinder beherbergt. Im zweiten Bauabschnitt erfolgte die Entkernung und energetische Sanierung der großen Halle, im dritten Abschnitt entstanden hier Studentenwohnungen, betreutes Wohnen und weitere soziale Einrichtungen. Ein Bürgerzentrum mit Gemeinschaftseinrichtungen, ein Café vor dem großen Zolnhofer-Mosaik und Büroräumen fanden während des vierten Bauabschnittes Raum in der kleinen Schwimmhalle. Weitere Wohnungseinheiten bilden den letzten Bauabschnitt des aufwändigen Sanierungsprojektes. Zwischen kleiner und großer Schwimmhalle befindet sich ein grüner Innenhof. Der Park, der ans Stadtbad grenzt, soll weitgehend als halböffentlicher Park für die Allgemeinheit erhalten bleiben, ein Teil ist als Spielfläche für die Kindertagesstätte reserviert.

PCI: Starker Partner bei der Fliesenverlegung
Die beauftragte Lovisa & Ammon Fliesen GmbH aus Dudweiler führte die Fliesenverlegung im gesamten Mehrgenerationen-Komplex aus. Als Baustofflieferant war PCI Augsburg von Anfang an im Gespräch, da sowohl Investor als auch Fliesenlegerbetrieb seit Jahren mit dem Augsburger Bauchemie-Spezialisten erfolgreich zusammenarbeiten. Alle Fliesenarbeiten in Treppenhäusern, Fluren, Gemeinschafts-räumen und -bädern wurden mit den Verlegeprodukten der PCI durchgeführt: PCI Gisogrund zur einfachen und schnellen Grundierung aller Untergrundflächen, PCI Lastogum zur wasserdichten Abdichtung in Duschen und Bädern sowie PCI Seccoral als flexible Dichtschlämme. Zum Verlegen der keramischen Beläge kam PCI Nanolight zum Einsatz, der leichte variable Flexmörtel mit hoher Ergiebigkeit und einfacher Verarbeitung dank der Leichtfüllstoff-Kombination. Keramik jeder Größe, also auch Großformate, lassen sich mit dem variablen Fliesenkleber zuverlässig verlegen. Das Verfugen erfolgte mit PCI Nanofug Premium.

„Die Vielseitigkeit der PCI-Produkte und die gut aufeinander abgestimmten Produkte im System vereinfachen gerade bei einem Großprojekt wie diesem sowohl die Planung als auch die Ausführung“, bestätigt Fliesenlegermeister Marco Lovisa. „Die Produktauswahl ist einfach, denn mit wenigen Produkten können wir das gesamte Spektrum abdecken und sparen auch bei der Verarbeitung viel Zeit.“ Neben hochqualitativen Produkten und schnellem Lieferservice schätzt der Fliesenleger vor allem auch die gute Beratung und fachmännische Betreuung vor Ort. PCI-Gebietsbevollmächtigter Bernd Jolly war schon bei der Planung an seiner Seite und begleitete die komplette Ausführungsphase im Alten Stadtbad. „Dass uns Investor wie auch Verarbeiter bei diesem einerseits sehr komplexen und andererseits sehr repräsentativen Projekt als Partner mit ins Boot holen, freut uns besonders und beweist einmal mehr unsere Kompetenz und Stärke auf diesem Gebiet“, so PCI-Fachberater Bernd Jolly.

PCI Systeme „Fliese Universal“ und „Gleichmäßiges Fugenbild“
Die Keramik in den Wohnungen – insgesamt sind es 136 im Mehrgenerationenhaus - konnten die Käufer individuell auswählen. Auch hier kamen in vielen Wohnungen PCI-Produkte zum Einsatz. Für die Verlegung von keramischen Fliesen hat PCI die Systeme „Fliese Universal“ und „Gleichmäßiges Fugenbild“ entwickelt. Mit diesen durchgängig emissionsarmen Produkten trägt der Baustoffexperte dem wohngesunden Bauen Rechnung. Das universell einsetzbare PCI System „Fliese Universal“ kommt vorwiegend im Wohnungsbau zur Anwendung. Höchste Verlegesicherheit bietet es auch auf jungen Zementestrichen und punktet mit trittschalldämmender Wirkung und leichter Reinigung durch den easy-to-clean-Effekt.

Die Systemvariante „Gleichmäßiges Fugenbild“ übernimmt Dehnungen in Bodenkonstruktionen, indem die Belagsfuge, die der Dehnungsfuge am nächsten liegt, mit Silikon geschlossen wird. „Damit eröffnet sich ein größerer gestalterischer Freiraum gerade beim Verlegen von großformatigen Fliesen und Platten“, erklärt PCI-Fachberater Bernd Jolly die Vorteile. „Der gesamte Belag lässt sich mit einem ästhetischen Fugenbild ausführen, denn das Fugenraster wird unabhängig von der Bewegungsfuge im Estrich.“

Eine neue Zukunft für das Alte Stadtbad
Mit der Sanierung des Alten Stadtbades zum Mehrgenerationenhaus wurde ein Konzept entwickelt, das städtebaulich seinesgleichen sucht. Betreutes Wohnen und Pflegeeinrichtungen auf der einen Seite, Wohnen für generationsübergreifende Lebenssituationen mit ehrenamtlich und gemeinschaftlich gelebten Strukturen auf der anderen Seite. Neben der Einrichtung der Kindertagesstätte stellt der Wohnraum für Studenten mit ehrenamtlichem Einsatz ein weiteres innovatives Element dar. Alle Projektbeteiligten, die sich engagiert für das Mehrgenerationen-Konzept einsetzten und dies auch zukünftig tun, sind sich einig: Das Alte Stadtbad wird an die frühere Beliebtheit anknüpfen und zu einem lebendigen Ort der Geselligkeit und des sozialen Miteinanders der Generationen.

Objektdaten

  • Objekt: Wohnen im Alten Stadtbad
  • Untertitel: PCI liefert Baustoffe und Know-how für Umbau des Saarbrücker Schwimmbades zum Mehrgenerationenhaus
  • Ort: Saarbrücken
  • Fertigstellung Jahr: 2015 – 2017
  • Aufgabe: Fliesenverlegung im Mehrgenerationenhaus „Altes Stadtbad“ mit PCI System „Fliese Universal“ und Systemvariante „Gleichmäßiges Fugenbild“
  • Objektgröße: rund 180.00 m²
  • Produkteinsatz: PCI Gisogrund, PCI Lastogum, PCI Seccoral, PCI Nanolight, PCI Nanofug Premium, PCI System „Fliese Universal“ und Systemvariante „Gleichmäßiges Fugenbild“
  • Bauherr: Fertigbau Laux GmbH, Losheim-Hausbach
  • Planung: Fertigbau Laux GmbH, Losheim-Hausbach
  • Verarbeiter: Fliesenleger: Lovisa & Ammon Fliesen GmbH, Saarbrücken-Dudweiler
  • PCI-Anwendungstechnik: Jörg Hilden
  • PCI-Fachberatung: Bernd Jolly
  • Ansprechpartner : PCI Augsburg GmbH, Piccardstraße 11, 86159 Augsburg, Telefon: 0821 5901-0, Telefax: 0821 5901-416, E-Mail: pci-info@basf.com, www.pci-augsburg.de

 

Über PCI

PCI Augsburg GmbH ist Teil des Unternehmensbereichs Bauchemie der BASF und führend im Bereich Fliesenverlegewerkstoffe für Fachbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen bietet außerdem Produktsysteme für Abdichtung, Betonschutz und  instand-setzung sowie ein Komplettsortiment für den Bodenleger-Bereich an. PCI beschäftigt europaweit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2014 einen Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro netto. Weitere Informationen zur PCI im Internet unter www.pci augsburg.de.

 

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in den Segmenten Chemicals, Performance Products, Functional Materials & Solutions, Agricultural Solutions und Oil & Gas zusammengefasst. BASF erzielte 2015 weltweit einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden €. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen unter www.basf.com.

 

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Elke Thiergärtner
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